Aufgrund vieler Nachfragen wollten wir uns mal den Jinbei Energon EN-760 genauer anschauen und haben diesen daher auf Herz und Nieren getestet. Wie gut sich der Energon geschlagen hat, lest ihr im folgenden Testbericht.


Die äußeren Werte
Energon Akku

Klar, beim Energon wurde viel Kunststoff verwendet. Dies hält allerdings das Gewicht schön niedrig, was für mich persönlich, bei einer mobilen Lösung, viel wichtiger ist. Robust ist der Inverter trotzdem allemal. Die Anschlüsse und Knöpfe sind alle stabil und gut verarbeitet. Was ich vermisst habe, sind gummierte Füße, sodass die Unterseite im Außeneinsatz sauber und trocken bleibt. Der Akku ließ sich im Test leicht austauschen. Einfach die zwei Knöpfe zur Seite schieben und das Akkuteil herausziehen. Den Akku konnte man sowohl in der Einheit (dazu muss der Energon leider abgeschaltet sein) als auch extern laden, sodass man sofort mit einem zweiten Akku weitermachen kann.


Die Soundkulisse

Im Betrieb liegt die Lautstärke des Lüfters bei akzeptablen 50-60 Dezibel bei ca. 1m Abstand. Das ist natürlich lauter als beim Discovery, aber immer noch in Ordnung, da man ja deutlich mehr Leistung nutzen kann. Beim Einschalten hört man einen deutlichen Piepton, der die Bereitschaft signalisiert. Sobald der Akku leer ist, startet ein extrem lautes piepen, sodass man ganz schnell einen neuen Akku einlegen will. 😉

Die Anwendung 

Wir haben den Energon mit drei Dps III 600 Ws Blitzköpfen getestet. Hierbei war Testfoto_1das Einstelllicht zunächst deaktiviert. Bei maximaler Leistung an allen drei Blitzköpfen schafft man es auf ca. 140 Auslösungen. Knapp unter dem Richtwert des Herstellers. Bei minimaler Leistung schafft man mit derselben Konfiguration 1270 Auslösungen. Dieser Wert kann sich natürlich auch nach mehrmaligem Laden erst einpendeln. Die Blitzleistung haben wir dabei mit einem Belichtungsmesser kontrolliert. Die gemessenen Schwankungen haben sich hierbei nicht vom Netzbetrieb unterschieden. Während der gesamten Testphase wurde das Akkuteil an sich nicht mehr als handwarm. Die Blitzladezeiten haben auch nicht wahrnehmbar zugenommen. Hier gibt es also keine Einschränkungen. Alle drei Geräte ließen sich zuverlässig und ohne Unterbrechungen auslösen. Die Akku-Ladezeit hat sich auch mit knapp sechs Stunden bestätigt.

Einstelllicht

Wie zu erwarten war, lässt sich das Einstelllicht nur sehr begrenzt verwenden. Nach 7 Minuten geht der Energon aus. Schon nach ca. 6 Minuten bemerkt man einen graduellen Helligkeitsverlust. Es ist also zu empfehlen das Einstelllicht entweder ganz abzuschalten oder nur kurzfristig zu aktivieren. Blitzköpfe, bei denen man das Einstelllicht individuell runter regeln kann sind hier klar im Vorteil. Es ist auch zu beachten, dass andere portable Lösungen wie zum Beispiel der DC1200 auf LED Technik beim Einstelllicht setzen, welches sich nach einer gewissen Zeit automatisch abschaltet.

Vergleichsbild

Wie man rechts sieht fällt schon nach sechs Minuten die Leistung des Einstellichts deutlich ab.

Falls man Dauerlicht benötigt und zum Beispiel einen EFL-100 mit einem Stromverbrauch von 100W verwendet kommt man knapp unter eine Stunde.

Fazit

Alles in allem hat der Energon auch nach längerem testen eine gute Figur gemacht und hält, was er verspricht. Die paar kleinen Macken werden sicherlich den ein oder anderen stören, doch taugt der EN-760 auch für den Profi Betrieb. Für Videozwecke ist der Energon aufgrund des Lüftergeräuschs allerdings eher nicht zu empfehlen.

Ihr Marc Röwekamp