Liebe User, liebe Userinnen,

für die meisten unter uns bedeutet der eigene Garten das Ideal. Rein in die Gummistiefel oder die Gartenpantoffeln und ohne Umschweife hinein ins selbst gestaltete Paradies. Der kleinste Garten bietet aus verschiedenen Blickwinkeln immer neue Ein- und Ausblicke: das leise Plätschern eines Wasserspieles, Gräser, die sich im Wind wiegen, oder duftende Stauden in knalligen Farben. Von einem gemütlichen Liegenstuhl aus lässt sich als das ganz bewusst genießen.

Wenn Du gern Blumen fotografierst, kommt sofort die Frage auf: In welchem Licht zeigen sich Blumen von ihrer schönsten Seite? Die Antwort lautet: Weiches Licht bring die Strukturen und Zeichnungen der Blüten, Stempel und Blätter besonders zu Geltung. Solche Lichtverhältnisse findest Du besonders in den frühen Morgenstunden bzw. am Abend. Zu diesen Tageszeiten steht die Sonne besonders tief. Die Blütenfarben wirken relativ gesättigt. Wenn Du zur Mittagszeit gern fotografieren möchtest, solltest Du einen Diffusorschirm benutzen, der das Sonnenlicht filtert und weich zeichnet.

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Eine Blüte muss nicht immer in voller Pracht stehen. Auch eine verwelkte Blüte hat ihren Reiz. Auf der Internetseite des berühmten Fotografs Walter Schels findest Du wunderschöne Blütenaufnahmen sowohl in Farbe als auch in schwarz/weiß. Diese Blütenaufnahmen zeigen Dir, wie kreativ eine verwelkte Blüte in Szene gesetzt werden kann und den Betrachter auf eine ganz besondere Art anspricht. Walter Schels liebt es, zu experimentieren. Seine Bilder sind der Beweiß, wie schön Blumen auf einer anderen Art in der Makrofotografie zur Geltung kommen können.

Blüten findest Du überall, ob im Garten oder auf einer Wiese. Wenn Du mit offenen Augen einen Spaziergang durch die Natur machst, wirst Du feststellen, dass die Blütenvielzahl reichhaltig ist. Gehe in die Hocke, um die Atmosphäre der Natur möglich „hautnah“ wiederzugeben. Binde z. B. in Deinen Fotos andere Blätter als Rahmen ein, in dem Du sie unscharf im Vordergrund abbildest. Elin Torger und Sebastian Romert geben Dir in ihrem Buch „Makrofotografie“ super Tipps zu verschiedenen Fotosituationen.

Frei stehende, alte Bäume gehören zu den symbolträchtigsten Motiven in der Naturfotografie. Durch ihr Alter und ihre Ästhetik stahlen sie etwas Besonderes aus und werden oftmals zu eindrucksvollen Naturdenkmälern. Auf dem ersten Blick scheint es einfach zu sein, einen Baum zu fotografieren. Doch so einfach ist es nicht, wie es klingt. Du brauchst schon den richtigen Blick und darüber hinaus die richtigen Lichtverhältnisse, um einen Baum ehrwürdig bzw. in erhabener Stimmung abzubilden. Oftmals wirken Bäume auf Fotos langweilig. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich:

  • Bäume bestechen durch ihre Dreidimensionalität. Im Zweidimensionalen lässt sich die Wirkung oftmals nur schwer wiedergeben.

  • Die Atmosphäre, die alte Bäume verbreiten, lässt sich schwer in einem Bild wiedergeben – Windbewegungen, Stille, Gerüche, etc.

  • Unser Blick konzentriert sich auf dem Baum und blendet störende Elemente weg. Im Foto sind sie aber da.

  • Durch das Sonnenlicht und Schatten entstehen extreme Hell-Dunkel-Kontraste, die sehr unschön wirken.

Als erstes müssen alte ehrwürdige Bäume gefunden werden. Zwar gibt es Listen, in denen z. B. die Thassilo-Linde in Wessobrunn oder die Bavaria-Buche bei Pondorf, aufgeführt sind, aber wenn Du einmal genau in Deiner Umgebung danach suchst, wirst Du schnell fündig werden. Hast Du so einen schönen Baum entdeckt, läuft dasselbe „Analyseprogramm“ ab, wie bei jedem anderen Motiv:

  • Trennt sich das Hauptmotiv von seinem Hintergrund?

  • Ist das Umfeld störend?

  • Wie scheint die Sonne auf mein Objekt? – Ist die Tageszeit optimal?

  • Sind die Lichtverhältnisse richtig?

  • Wo ist der beste Blick auf mein Motiv?

 

Wenn auf Anhieb alle Grundfaktoren stimmen, hast Du Glück. Oftmals braucht es mehrere Anläufe, bis ein ausdrucksstarkes „Baumportrait“ entsteht. Bei manchen Bäumen lohnt es sich, sie zu verschiedenen Tageszeiten und auch Jahreszeiten zu fotografieren

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Auf quucy.com widmen wir uns im Juni dem Thema „Garten und Blumen“. Du erfährst nicht nur Tipps und Tricks, wie Du wunderschöne Blumen oder Landschaftsaufnahmen machen kannst. Wir stellen Dir u. a. die junge Künstlerin Nicole Dextras (nicoledextras.com) vor, die fantastische Roben aus Blüten und Blättern herstellt und sie in atemberaubenden Bildern für die Ewigkeit dokumentiert. Nicole Dextras arbeitet gern mit Naturmaterialien und möchte mit ihren Bildern die Schönheit aber auch die Vergänglichkeit zum Ausdruck bringen. Für ihre Aufnahmen hat sie sich deshalb ganz außergewöhnliche, teilweise verfallene oder verlassene Orte ausgesucht.

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Unter dem Motto in 80 Gärten um die Welt bietet die Internationale Gartenausstellung (IGS) Dir ein multikulturelles Konzept einer Reise durch sich ständig wandelnde Gartenwelten. Hier kannst Du u. a. Dein erlerntes Wissen sofort im Bild festhalten. Auf quucy.com werden wir zwei Karten für die IGS verlosen. Und wenn Dir das richtige Zubehör für die Reise durch 80 Gärten fehlen sollte, schau einfach kurz bei unserem Shoppartner „foto-morgen.de“ hinein. Du findest alles rund um das Thema Fotografie, was Dein Herz begehrt.

Damit Du Dein Können auch unter Beweiß stellen kannst, führen wir auf quucy.com vom 1. Juni bis 14. Juli einen Fotowettbewerb zum Thema „Mein Garten – meine Impressionen“ durch. Wir freuen uns schon heute auf viele schöne Bilder von Dir.

Viele Grüße

Hella Hahm