Die meisten von Euch, die diesen Beitrag lesen, werden im Besitz einer Kamera sein. Genauso werden die meisten von Euch Autodidakten sein, welche die Fotografie als reines Hobby betreiben, mal mehr mal weniger ausgeprägt. Dann gibt es die, die ganz pragmatisch bei der Sache sind und andere die mit vollem Herzblut arbeiten.

Tatsächlich – und das vergessen viele – ist die Fotografie immer noch ein Ausbildungsberuf. Umso mehr freuen wir uns, dass unser Kunde David Lemanski, der genau in diesem Beruf gerade seine Gesellenprüfung abgelegt hat, uns einen kleinen und sehr interessanten Einblick darin gewährt.

Die Gesellenprüfung

Für die Gesellenprüfung sollten wir uns einen virtuellen Auftraggeber ausdenken und ein komplettes Konzept inkl. Skizzen und Testfotos anfertigen. Ich habe lange überlegt, was ich in meinem freien Thema umsetzen möchte und nach einigen Überlegungen hatte ich die Idee, andere Berufe vorzustellen.

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Aber wie? Da mich Handwerksberufe interessieren und ich generell gerne mal in die Arbeit anderer rein schaue, habe ich mich dazu entschieden, nach weniger bekannten Ausbildungsberufen Ausschau zu halten. Nach vielen Stunden im Netz, zig Mails und Telefonaten hatte ich meine drei Berufe gefunden. Den Goldschmied, den Revierjäger und den Raumausstatter. Alles Berufe zu denen man eine Ausbildung absolvieren kann und welche nicht mit Azubis überlaufen sind. Eher fehlen welche.

Meine Bilder sollten also zur „Azubigewinnung“ dienen und sich auf Werbeplakaten und in Prospekte wiederfinden.

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Projektarbeit

Damit das ganze Projekt auch gestalterisch etwas hergibt, wurden (in etwa) komplementär zu den Arbeitskleidungen die Hintergrundfarben magenta, cyan und yellow gewählt.

Als weiteres Gestaltungsmittel hatte ich das Hintergrundsystem in die Bilder mit eingebaut. Dieses sollte als Eyecatcher dienen und den Blick auf sich ziehen.

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Zu jedem Beruf sollten drei Bilder entstehen. Ein Portrait, freigestellt durch einen Fotohintergrund, aber trotzdem im gewohnten Arbeitsumfeld. Ein Bild bei der Vorbereitung von Aufträgen und ein letztes Bild in der Ausführung einer typischen Arbeitssituation. Mit diesen drei Bildern sollten Berufs interessierte möglichst verschiedene Einblicke in die jeweiligen Jobs bekommen.

Das Konzept mit dem virtuellem Auftraggeber in Kombination mit den Ergebnissen hat den Prüfungsausschuss überzeugt und mir einen Gesellenbrief beschert. 🙂

Zur Technik

Die Portraits wurden mit einem Jinbei DC II 1200 und einer 90cm Octa als Hauptlicht sowie einem Jinbei HD-600 und einem 30x140cm Striplight als Streiflicht ausgeleuchtet.

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Die Arbeitssituationen wurden mit dem Jinbei HD 600 und der 90cm Octa als Hauptlicht sowie dem Jinbei DC-II 1200 ohne Lichtformer als Fülllicht ausgeleuchtet. Damit der Hintergrund nicht komplett absäuft wurden bei jedem Portrait zwei Belichtungen erstellt. Einmal mit Model und einmal (längerer belichtet) ohne Model. In Photoshop wurden die zwei Bilder zusammengesetzt, um ein helles und freundliches Arbeitsumfeld zu schaffen. Die restliche Post drehte sich um grundlegende Dinge wie Retusche, Tonwertkorrektur und natürlich um den Look.

Mehr von David findet Ihr auch unter facebook.de/davidlemanskiphoto