Hallo Zusammen,

mein Name ist Nadja Osieka und ich komme aus dem schönen Süddeutschland. Als Foto-Morgen mir anbot einen kleinen Gastbeitrag zu schreiben, musste ich nicht lang überlegen und habe mich gleich ran getraut.

Seit nun knapp 2 Jahren fotografiere ich regelmäßig. Zuerst nur im Hobbybereich und seit 2012 auch auf nebenberuflicher Basis. Wichtig ist mir dabei, dass ich mich stets weiterentwickele und mit Spaß an jede Arbeit herantrete.

Da meine Bilder gern mal für Gesprächsstoff sorgen, habe ich heute eins ausgewählt, dass technisch sicher nicht perfekt ist… aber das möchte ich mit meinen Bildern auch gar nicht sein. Ich übertreibe gern und teste neue Dinge aus.

Als Frau hat man es nicht immer einfach in der Fotoszene und ich muss sagen, dass sich einige männliche Kollegen immer wieder an der Technik aufhängen. Fotografieren hat für mich was mit Kreativität zutun, es gibt kein gut oder schlecht, kein richtig oder falsch, denn gut ist was mir gefällt und mit was ich selbst am Schluss zufrieden bin.

Nun aber zum eigentlichen Bild um das es heute geht:

Beauty-Foto-Morgen

Bei diesem Bild wollte ich genau diesen wie nun viele sagen „zu künstlich überstrahlten“ Look erreichen. Daher habe ich auch bei der Nachbearbeitung darauf geachtet, dass ich alles etwas ins helle ziehe und übertreibe.

Lichtaufbau und Ausrüstung:

Ich habe nicht wie einige denken würden einen weißen Hintergrund verwendet sondern das Model vor der 90er Octabox platziert.

Zum Einsatz kam mein Jinbei DC-600 den ich wirklich nur empfehlen kann. Meist fotografiere ich Outdoor und er ist immer mit dabei.

Von vorne wurde das Model mit dem passenden Ringblitz ausgeleuchtet, die Octabox wurde am Ausgang B (halbe Leistung) angeschlossen, der Ringblitz konnte somit am Ausgang A mit doppelter Leistung bedient werden. So erhielt ich die Streiflichter von hinten hatte aber noch genug Power um vorne schön aufzuhellen.

LightingSetup

Fotografiert habe ich mit meiner Canon 5DMarkIII und dem Objektiv 24-105mm, gerade beim Arbeiten mit dem Ringblitz finde ich es praktischer als eine Festbrennweite zu nutzen.

Die technischen Daten zum Bild waren wie folgt:

Zeit: 1/200s

Blende: 5.6

ISO: 100

Der DC-600 wurde mit einer geringen Leistung von 1,0 betrieben und mit dem Yongnuo YN-622 ausgelöst welcher mir gerade im Outdoorbereich ebenfalls schon treue Dienste erwiesen hat.

Die Nachbearbeitung:

Ich fotografiere im RAW Format und begann somit erstmal mit der RAW Entwicklung in Photoshop CS6. Danach bearbeitete ich die Haut mit Hilfe von Frequenztrennung sowie D&B, allein hier liegt der Zeitaufwand bei knapp 20 Minuten.

Um einen noch helleren Look zu erreichen arbeitete ich mit Kurven sowie einer selektiven Farbkorrektur.

Über das komplette Bild legte ich einen Verlauf, danach bearbeitete ich das Bild mit Hilfe der Nik Software und reduzierte die Deckkraft.

Ganz zum Schluss fügte ich noch eine weitere Überstrahlung ein und schärfte das Bild für den Export.

Für das gesamte Bild habe ich ca. 2 Stunden benötigt, ich mache aber mehrere Pausen um es mir immer wieder anzuschauen und evtl. Korrekturen vorzunehmen.

 

Zum Schluss wünsche ich euch allen, egal ob euch das Bild nun gefallen sollte oder nicht, dass Ihr euren eigenen Weg findet und euch niemals unterbuttern lasst. Kritik ist nur dann wertvoll wenn diese konstruktiv ist und euch beruflich oder persönlich weiterbringt. Arbeitet weiter mit Spaß an euren Bildern!

 

Auf Facebook findet man Nadja unter:

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