Für uns Fotografen ist der Herbst genau die richtige Jahreszeit, um außergewöhnliche Bilder zu schießen. Wenn die bunten Blätter fallen, der Nebel sich über die Landschaft senkt, die ersten Stürme über das Land fegen und die Bäume kahl werden lassen, dann kommt die Zeit für stimmungsvolle Fotos.

Herbstwald mit Wasserfall

Ein ND-Filter macht aus einem quirligen Bach oder einem Wasserfall ein weich dahinfließendes Gewässer. Fotos: Ben Jaworskyj.

Der Herbst ist unvergleichlich vielfältig. Er ist die Zeit des Übergangs, die Natur begibt sich langsam zur Ruhe. Die Sonne steht tiefer, die Schatten werden länger, die Motive plastischer, das Licht wirkt weicher, klarer als im Sommer. Das Licht hat eine goldene Grundstimmung, die Landschaften, Menschen und Tiere warm umhüllt.

Berauschende Farbenpracht

Doch bevor die Natur im Winter erstarrt, erfreut sie uns noch einmal mit einem Feuerwerk an Farben. Sie taucht Farne, Gräser, das Laub von Sträuchern und Bäumen in strahlende Gelb– und Orange-Töne, leuchtendes Rot oder warmes Braun. Unser Tipp: Mit den PHOREX by #jaworskyj Pol- und ND-Filtern für die Landschaftsfotografie setzt du die herbstliche Landschaft wunderbar in Szene.

Mystische Momente

Doch der Herbst hat auch andere, stille, ruhige, sentimentale, fast mystische Momente. Wind, Regen, Nebel, erste Nächte mit Tau, Reif oder Frost überziehen die Landschaft mit Grau- und Silbertönen und zeigen uns, dass der Winter vor der Tür steht.

Herbststimmung am See

Herbststimmung am See: Verwunschen und voller Zauber. Foto: Ben Jaworskyj.

Dieser Reichtum an Stimmungen, die Vielfalt an Motiven und Details in der Natur lässt das Herz eines jeden Fotografen höher schlagen. Vermeintlich schlechtes Wetter im Herbst hält dich hoffentlich auf keinen Fall davon ab, mit der Kamera auf Motivjagd zu gehen! Wer jetzt mit offenen Augen durch die herbstliche Landschaft streift, wird mit faszinierenden Motiven belohnt.

Zehn Tipps für die Herbst-Fotografie

Was du dazu benötigst? Nicht viel, deine Fotoausrüstung (möglichst in einer wasserabweisenden Tasche), atmungsaktive und regenfeste Jacke sowie festes Schuhwerk, ein wenig Geduld für den richtigen Moment und unsere zehn Tipps für die Herbst-Fotografie:

  1. Einen Polfilter für leuchtende Farben und Wasser ohne Spiegelungen, einen ND-Filter (Graufilter) für Langzeitbelichtungen am Tag, ein (Einbein-)Stativ, ein lichtstarkes Objektiv oder ein Fernauslöser für verwacklungsfreie Aufnahmen gehören auf jeden Fall ins Fotogepäck.
  2. Eine Easy Cover Schutzhülle schützt deine DSLR gegen Feuchtigkeit. Den Ersatzakku für eure Kamera trägst du bei kaltem Wetter am besten am Körper. So bleibt er lange einsatzbereit.
  3. Setze kurze Belichtungszeiten (oder eine höhere ISO-Einstellung) ein, wenn der Wind weht. Sonst werden die bunten Blätter zu einem eher verwaschen wirkenden Farbklecks.
  4. Suche dir den richtigen Standort und die richtige Zeit zum Fotografieren aus. Nebel entsteht in den frühen Morgenstunden an Fluss- und Bachläufen, in den Tälern, also brauchst du einen erhöhten Standpunkt zum Fotografieren. Und du musst früh aus den Federn.
  5. Wenn du taubedeckte Spinnennetze, Eicheln, Kastanien, Kürbisse, Hagebutten, Trauben oder Pilze fotografierst, begebe dich auf Höhe des Motivs. Gehe notfalls in die Hocke oder auf die Knie und nutze die Makro-Einstellung deiner Kamera oder ein Makro-Objektiv.
  6. Die tief stehende Sonne erzeugt Streiflicht und lange Schatten, die deinem Motiv Konturen geben und Tiefe verleihen.

    Venedig im Herbst im Licht der untergehenden Sonne

    Das Licht der Abendsonne malt Venedig rot-golden an.

  7. Nutze die klare Luft eines Herbstabends für spektakuläre Lichtstimmungen und traumhafte Sonnenuntergänge.
  8. Nimm deine Bilder statt im JPEG- im RAW-Format auf (wenn deine Kamera diese Möglichkeit anbietet) oder mache Belichtungsreihen für High Dynamic Range-Aufnahmen (HDR). Beide Varianten speichern einen größeren Kontrastumfang und damit mehr Details, produzieren aber gleichzeitig größere Datenmengen. Also denke auch an einen ausreichenden Vorrat an Speicherkarten.
  9. Lass dich vom widrigen Wetter nicht abschrecken. Wenn es regnet, dann fotografiere Regentropfen oder die Spiegelungen in Pfützen. Lass deine Kamera und deine Objektive anschließend zu Hause genügend lange offen liegen, damit evtl. Feuchtigkeit trocknen kann.
  10. Ein heißes Getränk in der Thermosflasche, eine Decke zum Hinknien, ein Handtuch zum Trockenwischen und evtl. Ersatzkleidung im Auto (falls es doch mal zu heftig geregnet hat) wirken wahre Wunder.

Und jetzt die Kamera gepackt und nichts wie raus in die Natur! Viel Spaß dabei!