Viele von Euch kennen Alexander Steger aus den Sozialen Netzwerken um Facebook & Co., wo wir von ihm wunderschöne – meist offenblendige – Portraits sehen. Alexander arbeitet hier durchaus mit dem vorhandenen Licht, aber eben auch mit unserem Porty, dem Jinbei HD-II 600V. Hier nutzt er meist die HSS-Funktion, die es im erlaubt, auch bei viel Umgebungslicht offenblendig zu fotografieren, da hier die Verschlusszeiten natürlich häufig kürzer als 1/250 sec. liegen.

Alexander, Du hast – was Deine Follower und Reichweite betrifft – in 2015 ordentlich zugelegt. Wie wichtig ist dir so etwas wie Reichweite?

Alex: Hallo Rainer! Erst einmal vielen Dank, dass ich ein Teil eures Blogs seien darf. Das freut mich sehr.
Dann zu deiner Frage: Ich finde Reichweite sehr wichtig. Auch als Künstler bringt dir die beste Arbeit nichts, wenn sie keiner sieht! 😉

Wir sehen von Dir ja zumeist Portraits. Was reizt Dich an der Peoplefotografie und warum machst Du nicht auch in Landschaft oder Architektur?

Alex: Zu meinen Anfängen habe ich das sehr wohl gemacht. Hab viele Landschaften oder gar Architektur fotografiert. Schnell habe ich gemerkt, dass mir da irgendwie die Persönlichkeit fehlt. Mir war es schlichtweg zu langweilig. Daher habe ich dann Anfang 2014 angefangen, mich im Peoplebereich weiterzubilden. Und da bin ich jetzt wohl hängen geblieben und fühle mich da auch sehr gut aufgehoben.

Deine Follower erkennen einen echten Steger sofort am Look. Kannst Du uns Deinen Look in Worte fassen? Auf was legst Du beim Fotografieren wert und was reizt Dich an der Nachbearbeitung?

Alex: Danke, das freut mich. Klar, ich liebe es kontrastreich, illustrativ, und unecht. Wer bei mir natürliche Bilder sucht, ist falsch. Ich entferne keine Farbstiche. Im Gegenteil, ich füge welche hinzu.

Hast oder hattest Du fotografische Vorbilder? Wenn nicht, wie lässt Du Dich inspirieren?

Aber klar, ich finde, dass es wichtig ist sich anfangs von anderen führen zu lassen. Bei mir stehen Calvin Hollywood, Krolop&Gerst, sowie Dani Diamond auf der Liste ganz oben für meine Inspiration.

Wie sehr planst Du Deine Shootings? Gehst Du das pragmatisch und Ziel führend an oder eher wie es gerade kommt. Stichwort: Modell- und Locationscouting.

Japp, ich finde eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Bevor bei mir ein Shooting stattfindet, suche ich mir eine Location, die zu meinen Vorstellungen und meiner Bildsprache passt. Das sind meist eh Innenstädte, leere alte Gassen. Da schaue ich dann zu verschiedenen Tageszeiten hin. Wo geht die Sonne unter oder gegebenenfalls  auf. Gibt es Wände, die Licht reflektieren und, und, und…! Wobei ich auch gerne mal spontan raus gehe.

Was war bisher persönlich Deine spannendste Arbeit?

Ich habe vor gut einem Jahr mal ein Mehl-Shooting gestartet, welches für mich persönlich sehr spannend war: Das Ganze ging schon mit der Planung los. Bedeutet, was gibt es zu beachten, da Mehl wohl sehr explosiv wirken kann. Stichwort: Mehlstaubexplosion!

Dann, wie sollte man das Licht führen, so dass alles einwandfrei ausgeleuchtet ist. Des Weiteren hatte ich einen bestimmten Modell-Typ im Kopf. Sie musste nicht einmal Erfahrungen mitbringen. Mir war eine gute Körperspannung wichtig. Daher habe ich mich damals für eine Ballett-Tänzerin entschieden. Hierzu möchte ich euch gerne ein Ergebnis zeigen:

Abschließend: Was hast Du „großes“ für 2016 in der Pipeline? Spezielle Modells, neues Equipment oder irgendeine Überraschung?

Ach, Wünsche hat man(n) viele. Einige habe ich mir natürlich erfüllt, zum Beispiel habe ich mir Anfang des Jahres eine Canon 5D III gekauft. Auch ganz oben stand das Sigma 50mm 1.4 Art, welches ich mittlerweile auch schon mein eigen nennen kann.

Dann haben wir viel geplant was Workshops oder Videotutorials betrifft. Auch Produkt-Reviews und -Tests stehen bei uns auf dem Plan ganz oben. Mal sehen was sich 2016 alles umsetzen lässt, da ich neben der Fotografie noch Vollzeit arbeiten muss.

Vielen Dank für Deine Worte! 😉